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Deutsche Meisterschaft München

Deutsche Meisterschaft München 2026

Von der Pistolengruppe Bruck qualifizierten sich auch heuer Schützen in den Kurzwaffendisziplinen zur Deutschen Meisterschaft (DM) im Sportschießen. Roman Schneider und Michael Zilch sind viermal am Schießstand. Johann Schuhbauer und Lothar Wolfrum ergänzen das Team beim nationalen Event in München. Die Teilnehmer standen heuer schon mehrfach bei der Bayerischen Landesmeisterschaft des Oberpfälzer Schützenbundes in verschiedenen Kurzwaffendisziplinen auf dem Podest und konnten dabei das Ticket zur DM nach München lösen. Der 46-jährige Roman Schneider ist mit vier Kurzwaffen am Start. Erstmals holt er eine Medaille mit dem Revolver .357 mag. Am Ende freute er sich über die 383 Ringe. Sie waren hart verdient, denn er musste mit einem alten Profi Markus Bartram (RH) ins Stechen, das er für sich entscheiden konnte. 

München/Bruck. Seit 1998 ist der 58-jährige Michael Zilch aus Schwandorf bei der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen mindestens in einer Kurzwaffendisziplin vertreten. Auch heuer qualifizierte er sich gleich in vier Disziplinen und ging für die Pistolengruppe Bruck an den Start. Erfolgreich konnte er die Bronzemedaille des Vorjahres mit dem Revolver .44Magn verteidigen. Mit 378 Ringen ging er ins Finale der besten sechs Schützen, bei dem er 94 Ringe erzielte. Mit seinen Vereinskameraden Roman Schneider (367) und Johann Schuhbauer (359) belegten sie in der Mannschaftswertung den zehnten Rang. Das Team der Brucker in der Disziplin Revolver .357Magn belegte mit Lothar Wolfrum (366), Roman Schneider (383) und Michael Zilch (373) den siebenten Rang.

Bronze für Moritz Nißlein
Pfreimd: Der Schüler Moritz Nißlein von der SG 1912 Neukirchen hat sich dreimal mit der Luftpistole zur Deutschen Meisterschaft und für den Shooty-Cup qualifiziert. In der Disziplin 10m Luftpistole Mehrkampf hatte der Bayerische Schülermeister seinen ersten Start. Mit 345 Ringen belegte er am Ende den 14. Platz. Wenig Stunden später musste er bereits zum zweiten Mal mit der Luftpistole Standard an den Schießstand. Souverän schoss er 355 Ringe und landete am Ende mit der Bronzemedaille auf dem Postet. Das war aber noch nicht alles an diesem Tag, denn nachmittags galt es nochmals beim Shooty-Cup mit der LP zu zeigen was er draufhat. Jeweils mit 176 Ringen sorgte er mit seiner Partnerin Hanna Baumann auch dort für eine Silbermedaille. Am nächsten Tag war sein vierter Start mit der Luftpistole. Mit Serien von 91 und 88 Ringen verpasste er knapp eine Medaille und erreichte mit 179 Ringen den 5. Platz. Gratulation dem Nachwuchstalent für seine Leistung bei der Deutschen Meisterschaft. 

Shooty Cup 2026
Zur Mannschaft gehörten
LG: Jana Stahl von den Burgschützen Trausnitz (Gau Nabburg) 
Lena Matt von Einigkeit Hubertus Kastl (Gau Armesberg)
LP: Hanna Baumann von Einigkeit Hubertus Kastl (Gau Armesberg)
Moritz Nißlein von der SG Neukirchen (Gau Sulzbach-Rosenberg)

München/Pfreimd. Seit 31 Jahren ist der RWS Shooty Cup für die Deutsche Schützenjugend ein fester Bestandteil bei der Deutschen Meisterschaft. In jedem der 20 Landesverbände werden Vorkämpfe durchgeführt, um sich für das gemeinsame Finale zu qualifizieren. Dabei treten für jeden Landesverband gemischte Mannschaften mit zwei Gewehr- und zwei Pistolenschützen im Vorkampf mit 20 Wertungsschüssen an. Lautstark werden sie dabei von den Zuschauern, Teilnehmern und Fans unterstützt. Die besten acht Teams kommen ins Finale. Denen werden zwei Nationalkaderschützen, Olympiateilnehmer oder Welt- und Europameister zugelost, die das Finale für den Nachwuchs bestreiten. 
Nach einem spannenden Vorkampf setzte sich die Mannschaft des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) mit 743 Ringen durch und zog als bestes Team ins Finale ein. Es folgten die Mannschaften aus Brandenburg, Nordwest, Niedersachsen, Thüringen, Pfalz, Sachsen und Baden. Vom OSB qualifizierten sich mit dem Luftgewehr Lena Matt (Einigkeit Hubertus Kastl) und Jana Stahl (Burgschützen Trausnitz). Das Luftpistolenteam trat mit Hanna Baumann (Einigkeit Hubertus Kastl) und Moritz Nißlein (SG Neukirchen) an. Begleitet wurden die amtierenden OSB Schüler Landesmeister von ihren Jugendleitern, Trainern, Funktionären, Betreuern, Eltern und Vereinsmitgliedern. Als bereits erfahrene Starter bei der DM hielt sich die Nervosität bei den Schützen in Grenzen. In der LG Einzelwertung schoß die 14-jährige Jana Stahl 198 Ringe von 200 möglichen und war am Ende mit der Rheinländerin Emma Moises (198) die Besten. Die 13-jährige Lena Matt (8. Platz) nützte ihre Schießzeit voll aus und schoss 193 Ringe. In der LP Einzelwertung schossen die 13-jährige Hanna Baumann und der 14-jährige Moritz Nißlein jeweils 176 Ringe. Es war eine Stimmung wie beim Bundesligafinale, Ratschen ratterten, Fahnen wurden geschwenkt und lautstark wurden die guten Schüsse beklatscht. Der Grundstein für ein gutes Finale war mit dem ersten Platz im Vorkampf gelegt. Jetzt hatten es die zugelosten Spitzenschützen zu verantworten wer die Endplätze belegt. An den Start gingen in der Disziplin LG Max Braun, Daniel und Hanna Bühlmeyer, Maximilian Dallinger, David Koenders, Anita Mangold, Melissa Ruschel, sowie Maximilian Ulbrich. Mit der LP traten Paul Fröhlich, Monika Karsch, Markus Kremser, Christian und Sandra Reitz, Sarah Tauermann, Doreen Vennekamp und Maxi Voigt an. Für die Oberpfalz wurden die Topschützen Max Braun (WT) und Monika Karsch (Regensburg) zu gelost. Beide gaben ihr Bestes, lieferten ein souveränes Finalschießen ab und hatten den Oberpfälzer Nachwuchs nicht enttäuscht. Mit dem letzten Schuss fiel die Entscheidung darüber, wer Silber- oder die Goldmedaille erhält. Mit nur einem Zehntel Differenz musste sich das Team Oberpfalz geschlagen geben und gewann Silber. Es siegte Sachsen mit den Stars Hanna Bühlmeyer (BY) und Christian Reitz (Regensburg). Für die Verbände gab es RWS- Luftgewehrmunition, Shootys, Medaillen, T-Shirts und Siegerprämie – sowie riesigen Applaus für den Wettkampf. 

Deutsche Meisterschaft (DM) im Schießen

München. Die besten Sportschützen des Landes kamen zur Deutschen Meisterschaft auf die Olympia Schießanlage in München-Hochbrück. Über 100 Starter konnte der Oberpfälzer Schützenbund verzeichnen. 
Einige Schützen qualifizierten sich aus dem Landkreis Cham zur größten Breitensportveranstaltung Deutschlands. Für eine Medaille reichte es heuer leider nicht dennoch gab es sechs Top-Ten Plätze. 

Andreas Rose vom SV Adler Willmering verpaßt nur knapp das Podest. In der Jugend schoss er mit der Luftpistole 372 Ringe. Ringgleich mit dem Dritten landete er aufgrund der schlechteren Deckserie auf dem undankbaren vierten Rang. Bei weiteren Starts kam er mit der LP Standard (349) auf den 13. Platz. In der Disziplin LP Mehrkampf belegte er mit 356 Ringen auf den 8. Platz. 

Herbert Hartl konnte für Waldeslust Roding-Bahnhof in der Behindertenklasse SH1/AB1 mit der 25m Pistole an den Start gehen, mit 517 Ringe wurde er Fünfter. 

Für den gleichen Schützenverein war Andreas Preis mit dem Luftgewehr bei den Herren am Start. Er schafft es mit 628,9 Ringen ins Finale der besten Acht und musste gegen mehrfache Welt- und Europameister antreten. Am Ende reichte es für den siebenten Platz. 

In der Jugend schoss Lucie Leistner für den SV Gleissenberg mit der Luftpistole. Mit 366 Ringen kam sie auf Rang Sieben, es fehlten nur fünf Ringe auf Bronze. 

Katharina Heimerl von der FSG Rötz startet mit dem Luftgewehr bei den Schülerinnen. In der Disziplin LG 3-Stellung schoss sie 586 Ringe von 600 möglichen und konnte sich über den achten Platz bei ihrem ersten Start freuen. Mit dem LG (197,6) belegte sie den 60. Platz von 212 Starterinnen.

Eine beachtliche Leistung schafft der Schüler Jakob Späth von Adler Willmering. Erstmals am Start bei der DM, belegte er mit 346 Ringen den 12. Platz mit der LP Mehrkampf. Ein 14. Platz (340) in der Disziplin LP Standard und der 49. Platz (169) LP rundete das gute Ergebnis des Schützennachwuchses ab. 

37 Landesverbandsmannschaften gingen in der Disziplin Team Mix LP an den Start. Für das Juniorenteam von Waldeslust Roding-Bahnhof traten Romy Noe (274) und Andreas Rose (270) an und belegten Rang 20. 

Schüler Dominik Luger von den Burgschützen Neuhaus startete mit der LP Mehrkampf und schoss 338 Ringe/21. 
Hannes Senft schoss für Hubertus Reichenbach in der Jugend LP 359/25.
Für SV Gleissenberg waren Bastian Grüneisl LP Standard 322/27 und LP 159/80 am Start. Schülerin Emma Högerl hatte 153/75 mit der LP. 

Qualifiziert haben sich noch von Adler Willmering. In der Jugend Maximilian Rohse mit dem KK Gewehr 3x20 527/23 und LG 3-Stlg 572/35. Junioren II Jonas Eiber KK 3 Pos 522/42; KK-Liegend 541,4/72; LG 579,9/89, sowie Emma Schmittner KK 3x20 536/85. Schülerin Helen Noe von Waldeslust Roding-Bahnhof LP MK 331/32, LP Standard 310/35. Simon Nachtmann (LG/Junioren II) von Alte Büchs´n Waldmünchen 555,4/101. Harald Cimoszyk (Herren III) von Falkenhorst Pinzing 25m Pistole (524/33) und Zentralfeuerpistole (510/42). 
Beim RWS-Shooty-Cup kämpften die besten Schülerteams aus den 20 Landesverbänden um Geldpreise und Sachpreise. Die Oberpfalz bekamen Silber, es fehlte am Ende ein Zehntel zu Gold.

Text Ludwig Dirscherl