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Blasrohrtag in Pfreimd

 

Blasrohrtag beim Oberpfälzer Schützenbund


Eine gelungene Veranstaltung fand zum Thema Blasrohrschießen im Leistungszentrum statt. Der Blasrohrreferent im Oberpfälzer Schützenbund, Matthias Müller, freute sich mit seinem Team vom Schützenverein Drachenfels Treffelstein über den Zuspruch. OSB Präsident Franz Brunner begrüßte die „Pustis“ aus dem Schützengau Waldmünchen und eröffnete den Blasrohrtag mit einem gemeinsamen Weißwurst-Frühstück im Leistungszentrum. Wenn man den Begriff Blasrohr liest, haben wahrscheinlich einige das Bild von Dschungelvölkern mit Bambusrohren, die damit auf die Jagd gehen, im Kopf. Doch seit etwa sieben Jahren ist das Blasrohrschießen auf dem Weg sich zu einer offiziellen Sportart zu entwickeln. Der Deutsche Schützenbund hat sich als Dachverband entschlossen, den Sport als eigenständige Disziplin in die Sportordnung aufzunehmen. Nun wird auf allen Ebenen daran gearbeitet, die junge Sportart voranzutreiben und der Öffentlichkeit zu präsentieren.


Der OSB veranstaltete am 22. Mai im Landesleistungszentrum Pfreimd eine Infoveranstaltung, dabei stellte Franz Brunner auch den neuen Referenten Matthias Müller vor. Interessierte konnten sich selbst am Blasrohr versuchen und über die Ausrüstung und Regeln Erfahrungen sammeln. Vor allem Schützenmeister und Vereinsfunktionäre nahmen das Angebot an und informierten sich über das Blasrohrschießen. Sie erhoffen sich eine sportlich Alternative zum Schießsport bei den Vereinsmitgliedern, vor allem dem Nachwuchs geben zu können. Der Sport kann drinnen und draußen betrieben werden. Das Material kann selbst angefertigt oder gekauft werden und bewegt sich finanziell in überschaubarem Rahmen.

Bei der ersten Vorführung von Matthias Müller feuerte er sechs Pfeile mit kurzen kräftigen Luftstößen ab. Alle landeten in der gelben Kreismitte der Zielscheibe. Im Bruchteil einer Sekunde huschte der Pfeil mit einem leisen Zischen durch den Raum und endete mit einem dumpfen Plopp auf der bunten Scheibe. Sie hat einen Durchmesser von 18 Zentimetern und ist auf einer Styroporplatte befestigt. Die verschiedenen Farbkreise bringen bei Blau drei Punkte, Rot fünf Punkte und Gelb sieben Punkte. Mittlerweile werden auch Turniere auf 3D Ziele wie beim Bogensport durchgeführt. Das Blasrohr mit Mundstück kann 1 bis 1,7 Metern lang sein und einen Durchmesser zwischen 10 und 16 Millimeter haben. Bei einem Wettkampf werden 60 Pfeile auf Ringscheiben geschossen. Pro Durchgang werden sechs Pfeile in 180 Sekunden geschossen. Die Entfernung für Kinder von sieben bis zehn Jahre beträgt fünf Meter, alle anderen schießen auf sieben Meter. Blasrohre fallen nicht unter das Waffengesetz und können von jedem erworben werden. Es gibt aber trotzdem Sicherheitsregeln, an die sich alle Schützen zu halten haben.

Die Treffelsteiner „Pustis“ sind seit 2017 vom „Blasrohr-Fieber“ getroffen. Sammelten Eindrücke bei Wettkämpfen in Greding und Feucht. Sie veranstalten eigene Turniere mit über 50 Teilnehmern und waren auch international bei der Europameisterschaft in Österreich vertreten. Bei der Deutschen Meisterschaft konnte Thomas Blattmeier die Bronzemedaille erringen. Ferner beteiligen sie sich an der Onlineliga des Deutschen Blasrohrsportverbandes. Matthias Müller hofft, dass auch weitere Vereine von der Euphorie der „Blowguner“ angesteckt werden. Näheres unter E-Mail: ref-blasrohr@osb-ev.de.

Ludwig Dirscherl